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Was ShotKam mich über das Schießen gelehrt hat

Tom Sykes in Jagdkleidung im Freien mit einer Flinte mit montierter ShotKam-Kamera und einem Wildlocker.

Geschrieben von Tom Sykes, Content Creator und Social-Media-Manager bei ShotKam

Da ich schon fast mein ganzes Leben schieße und ein ordentliches Niveau erreicht habe, fragen mich andere Schützen oft: „Was bringt dir eine ShotKam?“ Eine interessante Frage, der ich in diesem Blogbeitrag nachgehen möchte.

Selbst nach über 30 Jahren lerne ich durch die Auswertung meiner ShotKam-Aufnahmen noch Dinge, die mir die Erfahrung allein nicht vermittelt hat.

Einleitung

Wenn ihr ShotKam in den sozialen Medien folgt, habt ihr wahrscheinlich schon einige meiner Schießaufnahmen gesehen. Ich nutze seit über zehn Jahren eine ShotKam. Angefangen habe ich mit einem älteren Modell, das ich für eine Zeitschrift im Praxiseinsatz getestet habe, für die ich damals schrieb. 2020 wurde die Zusammenarbeit meiner Medienfirma mit ShotKam enger: Wir begannen offiziell, Inhalte zu produzieren und die Social-Media-Kanäle mitzubetreuen.

Tom Sykes übt liegend auf einer offenen Wiese mit einer Flinte mit montierter ShotKam.

Um zu erklären, wie ShotKam mir geholfen hat, müssen wir zu dem Zeitpunkt zurückgehen, als ich zum ersten Mal eine Waffe in die Hand nahm und den Schießsport kennenlernte.

Wie alles begann

Ich bin in Großbritannien aufgewachsen und begleitete meinen Vater und meinen älteren Bruder schon lange zu Jagd- und Schießausflügen, bevor ich selbst den ersten Schuss abgab. Zu meinen frühesten Erinnerungen gehören unsere Jagdhunde und das Zuschauen bei ihren Unternehmungen: von Sommertagen auf dem Wurfscheibenstand und am Taubenschirm bis zu frostigen Gesellschaftsjagden auf Flugwild und der Wasserwildjagd. Ich begann mit dem Luftgewehr auf Papierscheiben, bevor ich mit Unterstützung meines Vaters und anderer erfahrener Schützen mit der Flinte auf einfache Wurfscheiben schoss.

Mit weniger als zehn Jahren fiel es mir schwer, die Grundlagen des Vorhaltens und der Schießtechnik zu verstehen. Durch Versuch und Irrtum baute ich nach und nach eine gedankliche Sammlung von Zielbildern auf, die mir bis ins Erwachsenenalter half. Ich konnte schwierige, manchmal sogar extreme Ziele treffen, diese Leistungen aber nicht immer wiederholen. Ich verließ mich stark auf meinen Instinkt, ohne genau zu verstehen, warum ein Schuss gelang.

Ein Jäger in Tarnkleidung mit einer Flinte blickt über die zerklüfteten schottischen Highlands.

Meine ersten Erfahrungen mit ShotKam

Machen wir einen Sprung in meine mittleren Zwanziger, als ich endlich eine revolutionäre Technik namens ShotKam in die Hände bekam. Ich glaube, ich gehörte zu den ersten Nutzern in Großbritannien, kurz nachdem die Kamera allgemein erhältlich geworden war.

Zum ersten Mal konnte ich genau sehen, was sich in Schussrichtung abspielte. Die Aufnahmen zeigten eindeutig, was ich tat. Damals gab es online nur sehr wenige ShotKam-Inhalte – ein deutlicher Unterschied zur weltweiten Marke und der großen Menge an Social-Media-Videos von heute. Die ersten Einsätze fühlten sich tatsächlich so an, als sähe ich die Welt aus einer neuen Perspektive.

Ein Schütze mit Gehörschutz zielt unter bewölktem Himmel mit einer Flinte mit ShotKam auf fliegende Wurfscheiben.

Ich erinnere mich noch an den ersten Test auf Wurfscheiben auf meinem örtlichen Schießstand. Schon beim Ansehen vor Ort und später zu Hause lernte ich viel mehr über meine Technik, als ich erwartet hatte. Die Aufnahmen bestätigten sogar meine Vermutung, dass ich mit konstantem Vorhalt schoss.

Aus meinen Aufnahmen lernen

In den ersten Jahren half mir ShotKam, meine Sammlung an Zielbildern zu erweitern und konstanter zu treffen. Außerdem verstand ich das Verhalten des Wildes besser.

Eine pfeilschnelle Krickente bei ihren Ausweichmanövern Bild für Bild mit 120 Bildern pro Sekunde beobachten zu können, lieferte unglaublich hilfreiche Erkenntnisse. Bei Aufnahmen von Dohlen, einer kleinen, in Großbritannien häufigen Rabenvogelart, wurde dies noch deutlicher. Diese Vögel sind besonders schwer konstant zu treffen, weil sie oft abrupt die Richtung wechseln, um weiteren Schüssen auszuweichen.

Nahaufnahme einer ShotKam Gen 4 an einer Flinte und der ShotKam-App mit einer Übersicht aufgenommener Videos.

Wenn ich Fehlschüsse am Taubenschirm ansah, erkannte ich häufig, ob ich den Schuss überhastet hatte oder der falschen Fluglinie gefolgt war. So konnte ich sofort reagieren.

Die Erkenntnisse aus Tausenden Videos haben mich über die Jahre zu einem besseren Schützen gemacht.

Neues ausprobieren

Ein weiterer wichtiger Lernmoment entstand, als ich anderen meine ShotKam überließ. Bei einem Drehtag mit dem Taubenjagdexperten Antoine gab ich ihm meine Kamera, um zusätzliche Perspektiven für ein YouTube-Video aufzunehmen. Er zeigte sein Können am Taubenschirm und traf deutlich konstanter als ich. Ich verbrachte viele Stunden damit, seine Aufnahmen genau zu analysieren und seine Technik und seinen Stil zu studieren, um herauszufinden, was ich für meine eigene Leistung übernehmen konnte.

Auch die Trainingsvideos von ShotKam haben mein Wissen erweitert. Ich hatte das Glück, Jonny Carter und Josh Brown bei den Dreharbeiten zur Serie Master Sporting Clays zu fotografieren. Dabei konnte ich einem professionellen Trainer zuhören, der die Feinheiten von Haltepunkten und verschiedenen Schießstilen erklärte. Diese Einblicke haben mir später geholfen, mein eigenes Schießen zu verbessern.

Wenn ich heute an einen Wurfscheibenstand komme, nehme ich mir Zeit für Details, die ich früher vielleicht übersehen hätte. Ich versuche, nicht gedankenlos „Pull!“ zu rufen, ohne einen klaren Plan zu haben. Trotz aller guten Vorsätze schleicht sich diese Gewohnheit bei der Jagd aber noch ein. Alte Gewohnheiten halten sich hartnäckig, und gelegentlich gebe ich noch einen instinktiven Schnellschuss ab – wahrscheinlich öfter, als ich zugeben möchte.

Ein Jäger sitzt mit seinem Labrador an einem See und hält eine Flinte mit montierter ShotKam-Kamera.

Schießen im Alltag

Neben den Aufnahmen für soziale Medien ist einer der größten Vorteile von ShotKam, dass ich meine Technik direkt vor Ort anpassen und verbessern kann. Heute nutze ich die ShotKam Gen 4, die schärfere Videos und eine längere Akkulaufzeit als frühere Modelle bietet. Die klareren Aufnahmen helfen mir, die Feinheiten meiner Technik zu analysieren, während ich dank der längeren Laufzeit den ganzen Tag filmen kann.

Auf dem Wurfscheibenstand habe ich immer wieder mit bestimmten Zielen zu kämpfen. Oft genügt es, die Aufnahme in der ShotKam-App anzusehen, um zu erkennen, ob ich darüber schieße, zu viel vorhalte oder hinter dem Ziel bleibe. Wenn ich das Problem schnell erkenne, kann ich meine Technik leichter korrigieren und wieder zu guten Treffern finden.

Ein Jäger ruft auf einer Wiese seine Schießaufnahmen in der ShotKam-App auf.

Besonders wertvoll finde ich das bei der Flugwildjagd. Fehler fast in Echtzeit zu erkennen und zu korrigieren, hat mir sicher geholfen, mehr Wild für die Küche mit nach Hause zu bringen. Ich habe die Aufnahmen sogar schon genutzt, um erlegte Vögel zu finden, die in dichter Vegetation lagen!

Von der ShotKam-Community lernen

Durch meine Arbeit bei ShotKam sehe ich auch Aufnahmen anderer Nutzer – sei es, weil sie uns in sozialen Medien markieren oder in der Facebook-Gruppe ShotKam Community posten. So helft ihr alle mir dabei, mein Wissen über das Schießen und das Verhalten des Wildes zu erweitern.

Ich habe zum Beispiel noch nie in Europa auf einer Drückjagd auf Schwarzwild gejagt, aber nach den vielen Videos zu diesem Thema hätte ich eine deutlich bessere Vorstellung davon, was mich erwartet und wie ich anfangen sollte.

Tom Sykes in Tarnkleidung und schwarzer Mütze zielt mit einem Gewehr mit Zielfernrohr, Schalldämpfer und ShotKam-Kamera.

Rückblickend wünschte ich, ich hätte schon zu Beginn eine ShotKam gehabt. Genau zu sehen, was die Mündung im Verhältnis zum Ziel macht, ist ein großer Vorteil, besonders für Anfänger. Das hätte mir zweifellos geholfen, meine Technik zu entwickeln und viel schneller Fortschritte zu machen.

Abschließende Gedanken

Wie die meisten Schützen bilde ich mir nicht ein, diesen Sport vollständig zu beherrschen. Ich bin ganz sicher kein George Digweed und weiß, dass es immer etwas zu verbessern gibt. Ich werde weiterhin neue Techniken testen, von anderen lernen und jede Gelegenheit nutzen, der bestmögliche Schütze zu werden.

Das ist eine der wichtigsten Lektionen, die ShotKam mir vermittelt hat: Egal, wie lange man schon schießt, es gibt immer etwas Neues zu lernen.